Neues Corona-Testverfahren

Stand 05.05.2021

Liebe Eltern,

in diesem Schreiben geht es um Informationen zu einem neuen Corona-Testverfahren, das ab dem 10. Mai 2021 zum Einsatz kommen soll.

Dazu hat das Ministerium für Schule und Bildung die folgenden Informationen für Sie als Eltern zusammengestellt (Hinweis: einen konkreten Ablaufplan für unsere Schule finden Sie weiter unten).

„Direkt nach den Osterferien wurden die Selbsttests der Firma Siemens Healthcare GmbH allen Schulen durch das Land NRW zur Verfügung gestellt, um frühzeitig mögliche Infektionen mit SARS-CoV-2 erkennen zu können und deren Verbreitung zu begrenzen. Dem Ministerium für Schule und Bildung ist bewusst, dass sich diese Tests aufgrund ihrer Handhabung in den Grundschulen und Förderschulen nicht optimal durchführen lassen.

Daher hat das Ministerium parallel zur Beschaffung der aktuell an den Schulen zur Verfügung stehenden Selbsttests, eine altersangemessene, kind- und schulform-gerechte Lösung zur Testung auf das Corona-Virus geprüft. Von der Universitätsklinik zu Köln wurde in den vergangenen Monaten ein Testverfahren für den Einsatz für Kinder in größeren Gruppen entwickelt. Dieses Testverfahren steht nun für den Einsatz in den Grund- und Förderschulen bereit.

Die Schülerinnen und Schüler an den Grundschulen und Förderschulen werden daher mit einem „Lolli-Test“, einem einfachen Speicheltest, zweimal pro Woche in ihrer Lerngruppe auf das Corona-Virus getestet. Die Handhabung des Lolli-Tests ist einfach und altersgerecht: Dabei lutschen die Schülerinnen und Schüler 30 Sekunden lang auf einem Abstrichtupfer. Die Abstrichtupfer aller Kinder der Lerngruppe werden in einem Sammelgefäß zusammengeführt und als anonyme Sammelprobe (sog. „Pool“) noch am selben Tag in einem Labor nach der PCR-Methode ausgewertet. Diese Methode sichert ein sehr verlässliches Testergebnis. Zudem kann eine mögliche Infektion bei einem Kind durch einen PCR-Test deutlich früher festgestellt werden als durch einen Schnelltest, sodass auch die Gefahr einer Ansteckung rechtzeitig erkannt wird.

Was passiert, wenn eine Pool-Testung negativ ist?

Der im Alltag höchst wahrscheinliche Fall einer negativen Pool-Testung bedeutet, dass kein Kind der getesteten Gruppe positiv auf SARS-Cov-2 getestet wurde. In diesem Fall gibt es keine Rückmeldung von Seiten der Schule. Der Wechselunterricht wird in der Ihnen bekannten Form fortgesetzt.

Was passiert, wenn eine Pool-Testung positiv ist?

Sollte doch einmal eine positive Pool-Testung auftreten, bedeutet das, dass mindestens eine Person der Pool-Gruppe positiv auf SARS-Cov-2 getestet wurde. In diesem Fall erfolgt durch das Labor eine Meldung an die Schule. Die Schule informiert umgehend die Eltern der betroffenen Kinder über die vereinbarten Meldeketten. Aus organisato-rischen Gründen kann es allerdings vorkommen, dass die Information erst am darauf-folgenden Tag morgens vor Schulbeginn erfolgt. Über das weitere Vorgehen und die nächsten Schritte in diesem Fall werden Sie in einem gesonderten Schreiben von der Schule informiert. Für den Fall einer notwendigen Zweittestung erhält Ihr Kind rein vorsorglich ein separates Testkit für diese Testung zuhause. Dieses Vorgehen stellt sicher, dass sich nicht ein einzelnes Kind in der Gruppe offenbaren muss und somit in seinen Persönlichkeitsrechten geschützt ist.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass bei auftretenden Schwierigkeiten in der Nachtestung zuhause die Eltern verpflichtet sind, auf Haus- oder Kinderärzte zuzugehen, damit diese die dann notwendigen Schritte (u. a. PCR-Test veranlassen, Kontaktpersonen feststellen) einleiten können. Die Teilnahme am Präsenzunterricht oder an Betreuungsangeboten der Schule ist erst wieder nach Vorlage eines negativen PCR-Tests möglich.

Weitere Informationen zu dem Lolli-Test, u. a. auch kurze Erklärfilme, finden Sie auf den Seiten des Bildungsportals:

https://www.schulministerium.nrw/lolli-tests

Zwei kindgerechte Erklärfilme finden Sie hier:

https://www.schulministerium.nrw/animiertes-erklaervideo-zum-lolli-test-0

https://www.schulministerium.nrw/erklaervideo-zum-lolli-test-mit-andre-gatzke-0

Dieser einfach und sehr schnell zu handhabende Test hilft uns allen, das Infektionsgeschehen besser einzudämmen und gleichzeitig Ihnen und Ihren Kindern größtmögliche Sicherheit für das Lernen in der Schule zu geben. Damit verbunden eröffnet sich auch der Weg für die Schülerinnen und Schüler sowie für Sie als Eltern für ein Mehr an Verlässlichkeit und Regelmäßigkeit mit Blick auf den Schulbesuch.“

Für unsere Schule ergibt sich daraus folgender Ablaufplan:

  • Morgens zu Unterrichtsbeginn: Lolli-Tests in den Lerngruppen A und B
  • Beim Distanzlernen wird auch in der Notbetreuung getestet.
  • Um 9 Uhr werden die Proben abgeholt und in ein Labor gebracht.
  • Die Labore übermitteln die Testergebnisse noch am selben Tag oder spätestens am nächsten Morgen bis 6 Uhr an die Schulleitung.

Falls ein postiver Pool dabei ist:

  • Sollte ein positiver Pool dabei sein, informiert die Schulleitung die entsprechende Klassenlehrerin. Bekannt ist jetzt nur, dass ein Kind aus der entsprechenden Lerngruppe Corona-Viren in sich trägt.
  • Die Klassenlehrerin informiert die Eltern dieser Lerngruppe per Mail über IServ und ggf. auch telefonisch. Deshalb ist es wichtig, dass Sie an den Testtagen oder am darauffolgenden Morgen gegen 7 Uhr telefonisch erreichbar sind und in das IServ-Mailfach schauen.
  • Um weitere Klarheit zu haben, muss nun eine Einzeltestung zuhause durchgeführt werden. Die Materialien für eine mögliche Einzeltestung geben wir Ihren Kindern Anfang der Woche mit (Bitte zurücklegen!! Nur wenn die Klassenlehrerin eine entsprechende Rückmeldung gibt, führen Sie zuhause mit Ihrem Kind eine Einzeltestung durch!)
  • Bis 8.30 Uhr muss das Teströhrchen zur Schule gebracht werden. Von der Schule aus werden die Proben in ein Labor gebracht.
  • Schülerinnen und Schüler, die diesem positiven Test-Pool angehören, gelten als Corona-Verdachtsfälle. Die Eltern nehmen sie in häusliche Isolation, bis ein negatives Testergebnis vorliegt und eine entsprechende Rückmeldung erfolgt.
  • Bei positiven Einzeltestungen übernimmt das Gesundheitsamt die weiteren Schritte.  

Sollte es bei der Lieferung der Materialien oder bei organisatorischen Maßnahmen zu  Engpässen kommen, führen wir in der Schule den vorherigen Selbsttest mit dem Nasenabstrich durch. Somit werden die Kinder auf jeden Fall 2x wöchentlich getestet.

Nun hoffen wir, dass dieses Testverfahren zu einem guten Gesundheitsschutz führt und uns weiterbringt im Umgang mit der Pandemie. Bleiben wir weiterhin zuversichtlich!

Viele Grüße, auch im Namen des Kollegiums,

von Beate Pohl