Faustlos

Seit Februar 2007 ist das Programm „Faustlos“ fest in unserem Schulprogramm installiert. Die Inhalte dieses Lernprogramms, die aufeinander aufbauen, werden den Kindern entweder im Rahmen einer wöchentlichen „Faustlos-Stunde oder in Themenblöcken vom ersten bis zum vierten Schuljahr vermittelt.

„Faustlos“ ist ein für die Grundschule entwickeltes Curriculum, das die sozialen Kompetenzen der Kinder erweitern und ihnen dadurch Möglichkeiten aufzeigen soll, mit Konfliktsituationen im Alltag angemessen umzugehen. Das Lernprogramm dient somit vor allem der Prävention aggressiven Verhaltens. Aggressives  und  gewaltbereites Verhalten   resultiert  wesentlich  aus  einem Mangel an sozialen und emotionalen Kompetenzen, sodass eine konstruktive Form der Problem- und Konfliktbewältigung erschwert wird. Kindern, die sich auffällig verhalten, mangelt es häufig an Einfühlungsvermögen und an Kompetenzen im Umgang mit Ärger und Wut. Sie haben daher Schwierigkeiten, ihre Impulse zu kontrollieren und sich in Konfliktsituationen angemessen zu verhalten.

faustlos

Vor diesem Hintergrund vermittelt „Faustlos“ alters- und entwicklungsadäquate prosoziale Kenntnisse und Fähigkeiten in den Bereichen Empathie, Impulskontrolle und Umgang mit Ärger und Wut.

Die Schwerpunktziele sind hierbei

  • der Aufbau von prosozialem Verhalten durch Vorbilder, individuelle Erfahrungen und positive Verstärkung
  • das gemeinsame Entwickeln von Strategien, Konflikte und Probleme zu lösen, ohne andere zu verletzen oder zu beleidigen
  • das Verhältnis untereinander netter und angenehmer zu gestalten
  • eine vertrauensvolle Atmosphäre innerhalb der Lerngruppe zu fördern
  • Ängste zu verringern.

 

„Faustlos“ beruht auf einem didaktischen Konzept, das Wissensvermittlung und praktisches Üben miteinander verbindet. So soll der Lernerfolg maximiert werden. Die für die Effektivität zentrale Kontinuität und Langfristigkeit von Gewaltprävention wird dadurch gewährleistet, dass „Faustlos“ von den Klassenlehrerinnen mit den entsprechenden Materialien durchgeführt wird. Wichtig ist dabei die Kooperation mit den Erzieherinnen der Offenen Ganztagsschule und die Vernetzung mit den nachmittäglichen Angeboten. In der Schuleingangsphase arbeitet die sozialpädagogische Fachkraft bei Bedarf in einzelnen Klassen mit.