Konzept der OGGS und „Schule von acht bis eins“

Schon seit Januar 1996 existiert an unserer Schule das Betreuungsangebot „Schule von acht bis eins“, das den Zeitraum von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr umfasst. Im Anschluss an den Unterricht können die Kinder an den verschiedenen Betreuungsangeboten und am Mittagessen teilnehmen.

Mit Beginn des Schuljahres 2003/04 wird die Michaelschule auch als „Offene Ganztagsgrundschule“ (OGGS) geführt. Die Kinder können nach Antragstellung durch die Eltern an den nachmittäglichen Angeboten der Schule teilnehmen.

Für die OGGS gilt:

  • Betreuung nach Unterrichtschluss bis mindestens 15 Uhr an allen Tagen
  • Betreuungsende 16:30 Uhr
  • Mittagessen
  • Hausaufgabenbetreuung
  • Freispiel und AG-Angebote: Sport, Kreatives, Musik, Entspannung, Forschen und Experimentieren in Zusammenhang mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“
  • Snackpause
  • Ferienbetreuung, Betreuung an den beweglichen Ferientagen und an unterrichtsfreien Tagen (z.B. Kollegiumsfortbildung) von 7.30 – 16.30 Uhr
  • Verbindlich für ein Schuljahr  

Für die „Schule von acht bis eins“ gilt: 

  • Betreuung nach Unterrichtsschluss bis 13 Uhr, in Ausnahmefällen bis 13:20 Uhr (Buskinder, Geschwisterkinder)
  • Tageweise buchbar und Uhrzeit bis 13 Uhr wählbar 
  • Mittagessen für die Kinder, die nach der 4. bzw. ggf. nach der 5. Stunde Unterrichtsschluss haben
  • Freispiel
  • Keine Hausaufgabenbetreuung und keine AGs
  • Ferienbetreuung, Betreuung an den beweglichen Ferientagen und an unterrichtsfreien Tagen (z.B. Kollegiumsfortbildungen) von 7.30 – 16.30 Uhr
  • Monatlich kündbar

Ferienbetreuung

  • In den Ferien findet von 7:30 bis 16:30 Uhr eine Ferienbetreuung statt.
  • In den ersten 3 Wochen der Sommerferien und zwischen Weihnachten und Neujahr findet keine Betreuung statt.
  • An folgenden Schulen findet die Ferienbetreuung in der Regel statt:
    • Herbstferien: Ludgeri-Schule
    • Winterferien: Albert-Schweitzer-Schule
    • Osterferien: Ludwigschule
    • Sommerferienbetreuung findet im Wechsel an der Michaelschule, Mauritiusschule und Kardinal-von-Galen Schule statt.
  • An den beweglichen Ferientagen werden die Kinder an der Barbaraschule oder Johannes-Bosco-Schule betreut.
  • Für alle Ferienbetreuungen gibt es ein schriftliches Anmeldeverfahren

Ziele und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule

Die Einrichtung von Offenen Ganztagsgrundschulen ist ein landesweites Projekt mit hohen Innovationsansprüchen, das auf die konzeptionell organisierte Zusammen-arbeit von Eltern, Kindern, Schule, Jugendhilfe, Kultur und Sport setzt. Die Mitarbeiterinnen der OGGS und das Lehrerkollegium arbeiten zum Wohle der Kinder intensiv zusammen.

Die Offene Ganztagsgrundschule…

  • soll durch die Zusammenarbeit von Schule, Kinder- und Jugendhilfe und weiteren außerschulischen Trägern ein neues Verständnis von Schule entwickeln. Sie sorgt für eine neue Lernkultur zur besseren Förderung der Schülerinnen und Schüler unter Beteiligung eines multiprofessionellen Teams.
  • ermöglicht mehr Zeit für Bildung und Erziehung, individuelle Förderung, Spiel- und Freizeitgestaltung sowie eine bessere Rhythmisierung des Schultages.
  • sorgt für ein umfassendes Angebot, das sich an dem jeweiligen Bedarf der Kinder und der Eltern orientiert.
  • stellt sich den Herausforderungen der sich wandelnden Lebenswelt, bietet einen verlässlichen Ort sowie einen regelmäßigen Tagesablauf. Sie möchte mit ihren Angeboten dazu beitragen, dass eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht wird und Kinder und Familien in schwierigen Lebenssituationen Unterstützung finden.

Die Kinder erhalten in der Offenen Ganztagsgrundschule auf der Grundlage einer ganzheitlichen Erziehung und den pädagogischen Leitsätzen des Schulprogramms die Möglichkeit, an einer erweiterten Form von Förderung und Betreuung über den regulären Unterrichtsrahmen hinaus teilzunehmen.

Als übergeordnete Leitziele gelten:
  • Erweiterung von Handlungskompetenzen im Gruppenleben
  • Stabilisierung und weitere Festigung von schulischen erworbenen Fertigkeiten und Kenntnissen
  • Hausaufgabenbetreuung (Förderung und Unterstützung) in festen Lernzeiten
  • Erweiterung von musischen, sportlichen und kreativen Fähigkeiten und Fertigkeiten
  • Erwerb von sozialen und emotionalen Kompetenzen
  • Stärkung der Selbstverantwortung hinsichtlich der persönlichen Entwicklung in den Bereichen Körper, Geist und Seele (z.B. im Bereich der Gesundheit)
  • Anleitung zu lebenspraktischen Fertigkeiten
  • Stärkung der positiven Gesamtpersönlichkeit des Kindes

Zeitlicher Rahmen

Die offene Ganztagsgrundschule ist täglich von 7.30 – 16.30 Uhr geöffnet.

7.30 Uhr bis Unterrichtsbeginn: Betreuung durch Lehrkräfte

11.35 – 12.30 Uhr:  Hausaufgaben (vorwiegend 1. und 2. Klasse), Freie Arbeit und freies Spiel

12.15 – 13.45 Uhr:  Mittagessen

Nach dem Essen, bis 14 Uhr:  Spiel und Bewegung auf dem Schulgelände

14.00 – 16.00 Uhr:  Hausaufgaben und Förderung

14.00 – 16.30 Uhr:   Verschiedene Angebote und AGs sowie freies Spiel

Räumliche Ausstattung

Für Phasen der Anspannung und Entspannung, des Lernens und Spielens, des gemeinsamen Essens und des Feierns stehen den Kindern die hier aufgelisteten Räume bzw. Spielplätze zur Verfügung:

–  Speiseraum / Betreuungsraum                                     –  weitere Betreuungsräume

–  Ruhe-/Leseraum                                                              –  Küche

–  Musikraum                                                                       –  Werkraum

–  Bastel- und Kreativraum                                               –  Computerraum

–  Bewegungsraum                                                             –  Sporthalle (feste Zeiten)

–  Unterrichtsräume (Hausaufgabenräume)      

–  Großes Schulgelände mit Sandkästen, Sportplatz, 2 Spielplätzen, Kletterwand

Mittagessen / Snackpause

Die Mittagsverpflegung wird durch die Firma Apetito geleistet und durch frisch zubereitete Speisen ergänzt. Auf bestimmte Diäten oder ethnische Gerichte wird in der Regel eingegangen. Zum Essen wird den Kindern Mineralwasser angeboten.

Die Erzieherinnen achten auf die Einführung und Einhaltung von Tischregeln wie auf den richtigen Umgang mit Messer und Gabel.

Das Mittagessen kostet 2,80 € und ist für Kinder, deren Eltern BuT-berechtigt sind, (Bildungs- und Teilhabepaket) kostenlos. Kinder, die nicht am Mittagessen teilnehmen, können mitgebrachte Speisen zu sich nehmen.

Die Kinder profitieren auch am Nachmittag von der täglichen Schulobstlieferung. Müsli, kleingeschnittenes Obst und Gemüse sowie Mineralwasser steht den Kindern durchgängig zur Verfügung.

Gegen 15.00 Uhr können die Kinder eine Snackpause machen. Sie sitzen gemeinsam am Tisch und finden hier auch die Möglichkeit, Geburtstage oder besondere Anlässe zu feiern.

Hausaufgaben, Förderung und Lernzeiten

Die Schule versteht sich als Lebens-, Lern- und Erfahrungsraum, der so gestaltet wird, dass eine umfassende Ausbildung von Kenntnissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Werthaltungen ermöglicht wird.

Im Schulprogramm differenziert jede Schule ihre Schwerpunkte aus. Dadurch, dass die Offene Ganztagsgrundschule integrierter Bestandteil der Schule ist, ergeben sich erweiterte Möglichkeiten, um alle Dimensionen von Unterricht durch eine Verknüpfung mit zusätzlichen Angeboten zu vertiefen und zu bereichern. Ein verantwortliches Zusammenwirken im Rahmen der gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsarbeit ist notwendig.

Das bedeutet für die Offene Ganztagsgrundschule:

  • Anknüpfen an im Unterricht Erlerntes, an dort entwickelte Fragestellungen und erkannte Probleme
  • Aufgreifen von Erfahrungen mit Ritualen und sozialen Vereinbarungen im Klassen- und Schulleben (z.B. Faustlos, Schulregeln, Kinderkonferenz, etc.)
  • Fortführen von Methoden aus dem Unterricht in AGs und Projekten
  • Fördern und pflegen von gemeinsamen Werthaltungen

Ein wichtiges Element ist die Förderung der Kinder und die Hausaufgabenbetreuung in festen Lernzeiten. Die Kinder erhalten die Möglichkeit, ihre Hausaufgaben unter fachkundiger Begleitung der Mitarbeiterinnen der OGGS und auch der Lehrer*innen zu erarbeiten. Eine qualitative Hausaufgabenbetreuung entlastet manche familiäre Situation, gewährleistet den intendierten Lern- und Übungseffekt und gestaltet die morgendliche Unterrichtssituation für viele Kinder deutlich entspannter. Förderkurse für Schülerinnen und Schüler finden in enger Absprache mit den Lehrern aus dem Vormittagsbereich statt. Nähere Ausführungen dazu sind im Hausaufgabenkonzept zu finden.

Für eine gelingende Zusammenarbeit sind wechselseitige Beteiligungs- und Mitwirkungsformen notwendig, die schulintern verabredet sind. Grundsätzlich sollen dabei folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Die Fachkräfte der Offenen Ganztagsgrundschule werden bei Bedarf zu Schulkonferenzen, Lehrerkonferenzen, Fachkonferenzen, Fortbildungen oder Elternsprechtagen eingeladen. Die Ganztagskoordinatorin Frau Beiermann nimmt an allen Lehrer- und Schulkonferenzen teil. Zudem nimmt die Schulleiterin in regelmäßigen Abständen an Teambesprechungen im Ganztag teil.
  • Für die sinnvolle Verknüpfung des Unterrichtes mit den Angeboten in der OGGS  werden den Fachkräften das Schulprogramm, die Lehr- und Arbeitspläne sowie vorhandene weitere Materialien zur Verfügung gestellt.
  • Die Möglichkeit zum Besuch des Unterrichts und zum Besuch der OGGS wird wechselseitig gegeben.
  • Zwischen den Fachkräften der OGGS und den Lehrkräften der Schule findet ein regelmäßiger kollegialer Austausch statt im Sinne der Unterstützung der Kinder und um inhaltliche sowie organisatorische Aspekte zu besprechen. Zudem hält pro Jahrgangsteam eine Lehrerin Kontakt zur OGGS, um momentane unterrichtliche Inhalte, Methoden oder Projekte vorzustellen und mögliche Vernetzungs- sowie Ergänzungsmöglichkeiten zu besprechen. Außerdem nehmen die Fachkräfte der OGGS mindestens ein Mal im Quartal an einer Jahrgangsteambesprechung der Lehrer*innen teil.

Gemeinschaft und soziales Lernen

Gemeinschaft und soziales Lernen findet auf fast allen Ebenen des Schulalltags statt. Hier kommt dem gemeinsamen Mittagessen eine große Bedeutung zu und der Beteiligung an den Angeboten im Ganztag, in denen Sozialkompetenz, Teamfähigkeit und Kritikfähigkeit erworben werden sollen. So werden das Faustlos-Konzept und Vereinbarungen des Erziehungskonzeptes auch am Nachmittag umgesetzt. Zudem gibt es den „OGGS-Rat“ unter dem Aspekt der Partizipation und Teilhabe der Kinder. Auch die soziale Gruppenarbeit in Kooperation mit der Ev. Jugendhilfe findet am Nachmittag statt.

Kooperation mit außerschulischen Partnern

  • Handballclub Ibbenbüren (HCI)
  • Ev. Jugendhilfe im Rahmen der Schulsozialarbeit
  • Fachdienst Jugend und Familie der Stadt Ibbenbüren
  • Stadtbücherei: Ohrenbär Vorleseaktion
  • Jugendkunstschule
  • Projekt „Kultur und Schule“ vom Land NRW
  • private Anbieter für Projekte
  • Fachschule für Sozialpädagogik und Berufskolleg Ibbenbüren: Praktika, Hospitationen, Anerkennungsjahr

Zusammenarbeit mit dem Träger

Träger der Ibbenbürener Offenen Ganztagsgrundschulen ist die Stadt Ibbenbüren. Über die Ganztagskoordinatorinnen findet ein intensiver Austausch mit dem Träger statt. Zudem gibt es regelmäßige Treffen mit dem entsprechenden Fachdienst, den Schulleitungen und den Ganztagkoordinatorinnen. Die Zusammenarbeit ist sehr offen, kooperativ, zielgerichtet und zum Wohl der Kinder ausgerichtet.